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Chronik
Chronik des KAG Ossenberg
und Geschichte des organisierten Karnevals
in Ossenberg
Der Karneval Ausschuss Ossenberg e.V. ist noch ein sehr junger
Verein, der erst im Jahr 2005 als Nachfolger der Karneval Abteilung
im Verein Gemütlichkeit gegründet wurde.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15.
Dezember 2005 wurden die Auflösung der Karneval Abteilung
Gemütlichkeit (KAG) Ossenberg und die Gründung des Karneval
Ausschuss Gemütlichkeit (KAG) als eigenständiger Verein
einstimmig beschlossen.
Bereits am 27. Dezember 2005 wurde dem KAG Ossenberg vom Finanzamt
Moers die vorläufige Gemeinnützigkeit erteilt und die
Eintragung des neuen Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht
Rheinberg erfolgte am 16. März 2006.
Es wurde damals großen Wert darauf gelegt, den „Vereinsnamen“
KAG Ossenberg zu erhalten, da er inzwischen am ganzen Niederrhein
und darüber hinaus insbesondere wegen der Ossenberger Prinzentreffen
einen hervorragenden Namen hatte.
Die Anfänge des organisierten Karnevals in Ossenberg liegen
aber schon mehr als 100 Jahre zurück. Aus der Chronik des
1882 gegründeten Vereins Gemütlichkeit geht hervor, dass
innerhalb des Vereins im Jahr 1905 eine Karnevalsgesellschaft
gegründet
wurde, die es sich zur Aufgabe machte, für die Durchführung
von Rosenmontagszügen in Ossenberg Sorge zu tragen. In den
Jahren 1907, 1908, 1910, 1912 und 1913 wurden Züge dieser
Art veranstaltet, wobei jeweils vier bis fünf Wagen sowie
mehrere Fußgruppen vertreten waren. Natürlich durfte
der Prinzenwagen mit dem jeweiligen Ossenberger Karnevalsprinzen
bei den Umzügen nicht fehlen.
Nachstehend sind die Namen der Prinzen in der Veranstaltungsreihenfolge
aufgeführt:
Fritz Kamann
Albert van Berk
Wilhelm Bosch
Gerhard Awater
Hubert Küsters (Schumacher)
Wagenbaumeister war in all den Jahren Johann Hangert. Gebaut wurde
in Schneiders Scheune (heute Lobeck).
Mit Beginn des 1. Weltkrieges endete vorerst die Geschichte der
Karnevalsumzüge in Ossenberg. Erst im Jahr 2005 fand anlässlich
des 100-jährigen Jubiläums des organisierten Karnevals
in Ossenberg der erste Ossenberger Tulpensonntagszug statt, der
nunmehr alle zwei Jahre im gleichen Jahr wie der Rheinberger Rosenmontagszug
stattfinden soll.
Im Jahr 1969 gingen die Aktivitäten im Ossenberger Karneval
dann wieder so richtig los. Die Katholische Arbeiterbewegung (KAB)
St. Josef organisierte fortan Karnevalsveranstaltungen in der Gaststätte
„Maas“.
Aufgrund des begrenzten Raumangebotes sah man sich dann aber schon
sehr schnell gezwungen, in den Saalbau der Gaststätte „Steinhoff“
auszuweichen, der in Karnevalistenkreisen nach Ludwig Steinhoff
schlichtweg nur noch „Ludwigshalle“ genannt wurde. Unter den damaligen
Sitzungspräsidenten Josef Balzen sen., Bernd Hoffacker, Friedrich
Mosters und Klaus Helmes machte der Karneval in Ossenberg so richtig
Furore. Büttenredner wie Jupp Lamers, Georg Terwiel, Hannes
Evers, Willi Tigler alias Kumpel Ämil, Alfred Wronski und
viele andere sorgten immer für ein ausverkauftes Haus. Selbstverständlich
dürfen in dieser Aufzählung weder„die Osseköpp“
Freddy Peters, Friedrich Mosters, Theo Lubjuhn und Rolf Boelmann
noch die Tröötnasen Willi Tigler und Paul Merzenich fehlen,
die es immer wieder verstanden, das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen
hinzureißen. Legendär war zu dieser Zeit auch das „Ossenberger
Fernsehprogramm“ OFP, in dem immer wieder die Lokalprominenz gekonnt
aufs Korn genommen wurde. Die Kartennachfrage vor so groß,
dass ab 1981 in jedem Jahr zwei oder sogar drei Büttensitzungen
stattfanden.
1982 war dann schließlich die Geburtsstunde des Ossenberger
Kinderkarnevals, und hier begann dann auch die närrische Karriere
von Carsten Kämmerer, der in der Session 2007/2008 Ossenberger
Karnevalsprinz wurde.
Unter dem Sitzungspräsidenten Freddy Peters, der seit 1989
das Amt innehatte, musste man sich nach dem Abriss von „Steinhoff“
Mitte der neunziger Jahre erneut nach geeigneten Räumlichkeiten
umsehen. Schlussendlich blieb nur die Lösung, eigens für
die Karnevalsveranstaltungen ein Festzelt aufzubauen, das zuerst
auf der Schützenwiese an der Schlossstraße und später
auf dem Schützenplatz an der Kirchstraße aufgebaut wurde.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt wurde Freddy
Peters 1995 schließlich zum ersten Ehrenpräsidenten
ernannt.
Das Festzelt mit seinem großen Raumangebot bietet aber auch
enorme Vorteile. Das Ossenberger Prinzentreffen, dass seit 2002
in jeder Session stattfindet und an dem immer zwischen 40 und 50
Prinzenpaare mit Gefolge teilnehmen, wäre ansonsten überhaupt
nicht denkbar. Gleiches gilt für die Damensitzung mit anschließender
Partynacht, bei der das Zelt regelmäßig aus allen Nähten
platzt.
Die Karnevalisten wechselten im Jahr 2002 von der KAB zum Verein
Gemütlichkeit. Ab sofort war der Begriff KAG Ossenberg geboren,
hinter dem sich damals aber noch die „Karneval Abteilung Gemütlichkeit“
verbarg. Mit der Eigenständigkeit der Ossenberger Karnevalisten
steht der Name, der inzwischen nicht zuletzt durch die Prinzentreffen
am gesamten Niederrhein und darüber hinaus einen großen
Bekanntheitsgrad erlangt hat, für den „Karneval Ausschuss
Gemütlichkeit“, der sich ebenso wie seine Vorgängerorganisationen
die Förderung und Pflege des Brauchtums Karneval zum Ziel
setzt.
Den schönsten Titel hat sich Ludger Opgenorth erarbeitet,
er ist "Europameister im
" Kamellezielwerfen"
2007-2009
Wir danken ausdrücklich
Freddy Peters, Willi Tigler und Paul
Merzenich
für ihre Unterstützung beim Verfassen der Chronik.
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